GPS-Bikeguide.com by Andreas Albrecht

Valtellina Trailguide

Mittleres Valtellina: Tirano, Grosio, Aprica

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Im Zuge der Recherchen für den Band 2 "Alta Rezia Trailguide" kristallisierte sich heraus, dass es durchaus sinnvoll ist, bestimmte Tourengebiete auch regional zusammenzufassen. Die Region Mittleres Valtellina bietet sich dazu hervorragend an. Schon mit den "5 Crazy Downs" (veröffentlicht im Alta Rezia Trailguide 1) hat man hier herausragende Trailtouren geschaffen, die jede weit mehr als 1000 Tiefenmeter Trails beinhalten. Sie liegen auf so engem Raum nebeneinander, dass man sie bei einer Tourenwoche im Valtellina alle fahren kann. Beispielhaft ist hier die Tour La Grosina beschrieben.

Doch es gibt noch mehr zu entdecken. Zum Beispiel in Aprica, dass Luftlinie keine 10 Kilometer von Tirano entfernt ist. Durch die Rhätische Bahn wird auch das angrenzende Valposchiavo perfekt mit seinen vielfältigen Touren einbezogen. Auch bei Grosio/Grosotto ist mit dem Cornin Bike Trail eine neue Trailabfahrt auf alten Militärpfaden geschaffen worden, die sich würdig an die "5 Crazy Downs" anschließt. Und es gibt dort noch mehr, wie ich bei mehrfachen Aufenthalten zwecks Tourrecherchen feststellen konnte.

Die ersten Ergebnisse präsentiere ich nun hier. Danke an die Unterstützung durch das Consorzio Turistico Media Valtellina, insbesondere an Gigi Negri und Francesca Ferrari, die Kontakte und Guides vor Ort vermittelten und bei der Organisation behilflich waren. Gefahren sind wir die Erkundungstouren sowohl mit trailtauglichen eMTB als auch normalen Mountainbikes. Dabei hat sich gezeigt, dass die Grenzen fließend sind. Manche der Touren lassen sich sowohl mit MTB als auch eMTB fahren, manche sind perfekte eMTB-Touren (wie zum Beispiel Col d'Anzana - Prato Valentino - Val Fontana). Bei anderen Touren hingegen wie dem Cornin Bike Trail ist es sinnvoller, ein normales MTB zu benutzen.

Danke an das Team von M1 Sporttechnik, Sven Eberhardt von Fahrrad Eberhardt und Manne Schmidt vom e-Mountainbike Magazin. Besonderen Dank an Sara Visini (B&B Mortirolo) und Giordano Osmetti (Bike-Shuttle).


  • Sie wollen Ihre Region, Ihr Hotel oder Ihre Bikes in ähnlicher Form präsentieren? Kein Problem. Anfrage über: Kontakt

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Col d'Anzana

opener 350 DSC01133Dem Col d'Anzana eilt mittlerweile ein legendärer Ruf voraus. Die Normalabfahrt gehört zu den spektakulären "5 Crazy Downs". Doch es gibt noch weitere Varianten für Touren und zwar die Traversen auf einem spektakulären Höhentrail in Richtung Prato Valentino und Val Fontana. Dieser Trail und die damit verbundenen Abfahrten waren im Jahr 2016 Teil der Trans Rezia, einem Etappenrennen für Enduro-MTB. Wir hatten dadurch die Gelegenheit, uns dem Transfer zum Col d'Anzana mit dem Hubschrauber anzuschließen und erwischten einen Traumtag. Diese Tour eignet sich besonders gut für ein eMTB. Mit einem normalen MTB wird es besonders auf der Passage ins Val Fontana durch einige Gegenanstiege recht zäh. Dann empfiehlt es sich einen Shuttle bis Cavaione zu benutzen.

Col d'Anzana - Prato Valentino - Val Fontana

Start und Ziel: Tirano

  • 65,4 km, 2067 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S2 bei den Abfahrten
  • Start am Bahnhof Tirano, Auffahrt in Richtung Schweiz bis Campascio
  • Auffahrt auf wenig befahrener Nebenstraße in Richtung Cavaione
  • Selbstversorgerhütte Rifugio Anzana auf 2054 m Höhe bei Pescia Alta ist einzige Verpflegungsmöglichkeit, danach gibt es auf dem Höhentrail keine weiteren (also genug Proviant und Wasser mitnehmen)
  • nach kurzer Trailabfahrt vom Col d'Anzana beginnt der Höhentrail über die Baumgrenze in westlicher Richtung mit ein paar deftigen Gegenanstiegen (selbst mit eMTB nur mit Mühe fahrbar)
  • doch die tolle Kulisse und das Panorama sind es wert, diese Tour zu fahren
  • ab Prato Valentino (Skilifte) beginnt der weite Höhenweg ins Val Fontana bis Sant Antonio
  • Abfahrt ins Tal nach Chiuro - hier Rastmöglichkeit
  • zurück auf dem Radweg Sentiero Valtellina nach Tirano
  • sehr einsame und eindrucksvolle Tagestour - mit Shuttle deutlich entspannter



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Aprica

opener 350 DSC02076Unter deutschsprachigen Mountainbikern kaum bekannt, sind die Trails und Touren rund um Aprica ein echter Geheimtipp. Ich kannte die Gegend von diversen Transalps, die mich in diese einsame Gebirgsregion geführt hatten. Vor Ort gibt es eine rührige Mountainbikeszene, die einige schöne Trailtouren geschaffen haben. Danke an Max Polatti, der sie uns zeigte und uns dabei mit seiner überragenden Fahrtechnik begeisterte.

Eine hochalpine Rundtour von Aprica aus ist die zum Passo del Venerocolo, im Anstieg eindrucksvoll und zäh, in der Abfahrt wild ruppig bis zum Lago Belviso.


Trailtouren Aprica Valentina, Caio, Alpini

Die MTB-Community in Aprica hat rund um den Lago di Gembro einige Trails geschaffen, die sehr gut als kleine Rundtouren geeignet sind. Wir treffen uns vor Ort an der Bar Ca' Disi. Sie liegt direkt an der Hauptstraße des Ortes mit dem berühmten Bogen, der den Pass Aprica markiert. Oft ist hier Zielankunft einer Etappe des Giro d'Italia.
Von dort aus starten wir auch die kleinen Rundtouren zu den 3 Trails. Sie nutzten alle die Auffahrt auf einer kleinen Nebenstraße zum Pian di Gembro, einem idyllischen kleinen See unter dem  Monte della Croce. An der Stelle mit dem Kreuz hat man ein fantastisches Panorama hinunter ins Valtellina und hinüber zu den Rhätischen Alpen mit dem vergletscherten Bernina-Massiv.

Alle 3 Trails sind in der Karte übereinandergelegt und teilweise dort auch direkt benannt.

Valentina Trail B353 - rot in online-map

  • 12,2 km, 451 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S2
  • realtiv leichter Trail mit tollem Panoramablick auf Aprica im letzten Teil

Caio Trail B351 - grün in online-map

  • 11,3 km, 405 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S3
  • typischer Endurotrail vom Monte Belevedere hinab nach Aprica

Alpini Trail B352 - blau in online-map

  • 13,5 km, 512 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S3
  • Abfahrt vom Monte Belvedere in Richtung Valtellina, teils sehr steile Passagen, bei nassen Bedingungen nicht zu empfehlen



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Gran Venerocolo Tour

opener 350 DSC03241Der Übergang über den Passo del Venerocolo gehört zu den härtesten, die mir bei meinen Transalptouren untergekommen sind. Umso erfreuter war ich, als ich von dem Projekt gehört hatte, den alten Militärweg zum Pass wieder instand zu setzen. Herausgekommen ist eine eindrucksvolle und fordernde Rundtour. Danke an Alcide Pancot, der mich bei dieser Tour begleitet hat. Gefahren mit normalem MTB: beim nächsten Mal werde ich es mit einem eMTB probieren.

Start und Ziel: Aprica

  • 35,5 km, 1371 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S3 bei der Abfahrt vom Passo del Venerocolo (je nach Fahrtechnik und Wetterbedingungen muss mit kurzen Schiebestücken gerechnet werden)
  • Start an der Talstation der Kabinenbahn Aprica-Magnolta, wenn sie im Sommer in Betrieb ist, sollte man sie nutzen
  • ansonsten Auffahrt auf steiler Versorgungspiste zur Bergstation
  • langer und stetig ansteigender Höhentrail zum Pass
  • keine Einkehrmöglichkeit unterwegs, erst bei der Abfahrt ins Val Belviso (Rifugio Cristina)
  • steiler Abstieg ins Tal in Richtung Malga Campo
  • auch im flachen Almgelände teilweise sehr grobe Schotterpiste
  • schöne Fahrt entlang des Lago Belviso
  • ab Ponte Ganda ansteigend zurück nach Aprica
  • ggf. Trailabfahrt über Licedo nach Svandana oder über eine grobe Mulatteria nach Tresenda



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Grosio - Grosotto

Diese Gegend ist vielen Transalplern von der Durchreise her bekannt. Meine Albrecht-Route führt dort entlang. Die 4. Etappe endet hier. Vielleicht ist das ja ein Mosaikstein dafür, dass sich hier nach und und nach der MTB-Tourismus entwickelt. Hier ist es bei weitem nicht so überfüllt, wie zu manchen Zeiten am Gardasee. Aber das ist auch gut so. Einsame Trails bedeuten stressfreies Biken. Eine Vielzahl von hochkarätigen Trailtouren liegt auf engstem Raum beieinander, so dass man locker eine Tourenwoche füllen kann. Einige habe ich schon im "Alta Rezia Trailguide 1" beschrieben. Es warten noch eine ganze Reihe auf ihre Veröffentlichung. Das wird bald geschehen.

Cornin Bike Trail - der 6. "Crazy Down"

opener 350 DSC02201Bei der Entstehung dieses Trails war ich sozusagen von Anfang an dabei. Einheimische Mountainbiker wie Franco Cadrigher und Vincenzo Osmetti haben mich schon 2012 auf erste Erkundungstouren mitgenommen. Alte Militärkarten aus der Zeit des 1. Weltkrieges brachten sie auf die Fährte. Die Cadorna-Linie wurde damals errichtet, um Angriffe der Deutschen und Österreicher zu verhindern. Eine Vielzahl von Wegen in teils hochalpinem Gelände wurde damals in kurzer Zeit errichtet. Die Ironie der Geschichte wollte es, dass sie nie für kriegerische Zwecke benutzt wurden. Für Mountainbiker sind Militärwege ideal, da sie bestimmten Konstruktionsprinzipien unterlagen - nicht zu steil und mit vielen Kehren. Der Cornin Bike Trail ist ein typische Alpini-Steig: die Soldaten nutzten ihn zu Fuß, um zu den Stellungen und Beobachtungsposten zu gelangen. Die Höhe gewinnen sie durch viele Spitzkehren, was die Freunde des gepflegten Hinterradversetzens höchst erfreut. Nur gefunden und freigelegt werden müssen diese Wege.
Beim Cornin Bike Trail ist das geschehen. Er startet in seiner längsten Ausprägung an der Ex-Alpe Forcoléta. Die liegt auf einer Höhe von 2029 Metern. Das Ende des Trails liegt in Grosotto liegt auf ca. 620 Metern. Da weiß man also, welche Arbeit auf einen wartet, sowohl bei der Auffahrt als auch bei der Abfahrt. Einen Shuttle zu benutzen ist durchaus sinnvoll, wenn man sich auf den Trail abwärts konzentrieren will.

grossotto350 DSC02772Start und Ziel: Grosotto

  • 22,4 km, 1439 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S3 (Spitzkehren mit Hinterradversetzen)
  • Start an der Barockkirche in Grosotto, lange Auffahrt auf schmaler, teils sehr steiler Almstraße bis Carette
  • steiler Schotterpiste, zum Ende Trail mit Schiebestücken zur Alpe Forcoléta
  • zunächst sehr schöner flowiger Waldtrail
  • dann folgt eine kurze Schlüsselstelle; dort muss geschoben werden, da der Weg etwas abgerutscht ist, die Umfahrung ist sehr steil
  • dann weiter in unzähligen Serpentinen hinab bis zum Val Tov
  • ein letzter extrem steiler Karrenweg spuckt einen dann direkt in Grosotto in der Nähe der Kirche aus



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Cannoniera della Vernuga

350 Cannoniera 1Auch diese alte Geschützstellung gehört zur Linea Cadorna. Ein alter Militärtrail verbindet Grosio mit dem gut erhaltenen Unterstand. Von oben führt direkt von der La Grosina-Abfahrt bei Pra del Poda (1480 m) eine eindrucksvolle Militärpiste hinab. Ganz offensichtlich war diese für schwere Gerät geplant, so breit war sie damals angelegt worden. Der Zahn der Zeit hat sie schmaler gemacht, gut fahrbar ist sie trotzdem, auch wenn sie nicht ganz ohne leichte Gegenanstiege auskommt. Spektakulär wird dann der zweite Teil des Trails. Der führt dann zur besagten Stellung, die in den Berg hinein gebaut wurde. Wenn man es nicht weiß, kann man leicht daran vorbeifahren. Also Augen auf, das Bike abstellen und hineingehen. Erst nach einer dunklen Kurve öffnet sich der Raum und man blickt durch kreisrunde Bullaugen hinab ins Valtellina. Der weitere Trail hat anspruchsvolle Spitzkehren, die so eng am Fels liegen, dass mal selbst mit Hinterradversetzen kaum herum kommt. Aber das sind nur wenige Stellen und weiter geht es. Der Trail spuckt uns direkt in Grosio aus. Zeit für eine Rast im Hotel Sassella. Die Terrasse liegt einladend im Halbschatten. Für mich ist es wie nach Hause kommen.

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Start und Ziel: Grosio

  • 14,6 km, 824 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S3 (Spitzkehren mit Hinterradversetzen)
  • Start an der Kirche in Grosio
  • Auffahrt in Richtung Fusino, dann scharf rechts auf teils steiler Piste Richtung Cigozzo
  • Pra del Poda: was für ein sensationeller Ausblick von diesem Sommerhaus aus
  • Einstieg in den Weg 254 abwärts
  • an der Schotterpiste nach links, ca 30 hm bergauf
  • rechts in den Trail Weg 242 in Richtung Grosio, Cannoniera della Vernuga
  • diese liegt auf einer Höhe von ca. 1000 m
  • weiter anspruchsvoller Trail hinab nach Grosio
  • an Weggabel dann rechts direkt nach Grosio - Achtung: abgerutschter und mit Stahlseilen gesicherter Felsblock muss überlaufen werden - ist aber nicht kritisch - keine Absturzgefahr



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Ausblick und "To Do"

350 DSC02790Weitere Touren sind schon recherchiert, wie zum Beispiel die schwere Trailabfahrt vom

Dos Pesciol.

Der Startpunkt für die Abfahrt befindet sich auf dem Verbindungsweg zwischen Cigozzo und Storile und ist meine eigene Entdeckung. Im ersten Teil ein toller Miltärtrail, folgt dann bei Presurelle eine derzeit nur schwer passierbare Stelle, da hier ein Baum umgebrochen ist und den Weg versperrt. Zu zweit kann man es wagen. Allein wird es schwierig.

Die Stelle befindet sich hier: GPS Koordinaten: N 46.32142°, O 10.28283 ° (siehe auch Markierung in Online-Map)

Weiter geht es abwärts auf einem groben Trail Richtung Vernuga Alta und auf der alten Mulatteria hinab nach Vernuga. Alternativ kann man auch auf einer Schotterpiste, die man auf einer Höhe von ca. 1221 Metern bei Solena erreicht, abfahren und auf dem Trail Cannoneria della Vernuga weiterfahren.

Super wäre es, wenn diese Tour mit in die Trailpflege vor Ort aufgenommen wird.




Auf jeden Fall hat auch diese Tour das Zeug, ein "Crazy Down" zu werden. Genau wie die folgende Touridee.


Trailabfahrt vom Passo del Mortirolo

Bei meinen Recherchen war ich beim "wahren" Passo del Mortirolo.Dieser Name ist inzwischen auch auf den Passo della Foppa übergegangen: also Passo Mortirolo oder Foppa oder wie, was?! Der unterschiedliche Sprachgebrauch ist verwirrend. De facto gibt es sowohl den einen als auch den anderen. Der Passo del Mortirolo liegt jedoch etwas abseits der Hauptstraße, wenn es nach dem Passo della Foppa hinunter nach Monno geht. Der eigentliche Straßenpass ist der Foppa. Der Hotelchef Jim Pini vom legendären "Albergo Sassella" in Grosio hat mir die Zusammenhänge erklärt. Foppa ist wie gesagt die alte, richtige Bezeichnung für den Straßenpass. Als dann der Giro d'Italia einige Male über diesen Pass führte, benutzte ein Reporter aus Unkenntnis den Namen des Passes Mortirolo. Der liegt Luftlinie keinen Kilometer entfernt, ist aber nur über eine alte Militärpiste zu erreichen. Das haben dann alle nachgeplappert und so bürgerte sich im Laufe der Zeit der "falsche" Name für den "richtigen" Pass ein. Durch die offenkundig hochwirksame normative Kraft des Faktischen ist inzwischen auch der Name "Foppa" von den Wegweisern auf den Straßen vor Ort verschwunden. Nur oben an der höchsten Stelle findet man an einem Holzpfahl noch den verblichenen Schriftzug, der vom Foppa kündet.

Das hat mich nicht ruhen lassen, bis ich mir die Sache selber vor Ort angesehen habe. In der Nähe des Albergo Mortirolo führt ein steiler Uphill zum Passo del Mortirolo. Dort befindet sich das Schild und ein Wegweiser mit dem Hinweis auf einen direkten Trail hinunter nach Mazzo di Valtellina. Den habe ich natürlich ausprobiert. Wie es oft so ist: es geht gut los - leicht zu fahrende alte Militärpiste bis Biorca - dort quert man die Straße plötzlich verschwindet der Weg. Von unten herangefahren - aha, da sind noch Reste, aber kaum zu erkennen. Weiter abwärts bis der Weg ins Nichts führt, versumpft und zugewachsen. Sehr schade. Der Name Mortirolo hat so eine weltweite Ausstrahlung unter vornehmlich Radfahrern, da er ein Klassiker des Giro d'Italia ist. Da fehlt das Pendant für Mountainbiker - eine Trailabfahrt. Das muss doch machbar sein. Wer Ideen oder konkrete Vorschläge hat - her damit: siehe Kontakt

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Die Online-Map basiert auf einem GPS-Track des Wanderweges. Der ist aber derzeit nicht komplett fahrbar bzw. auffindbar.




Sentiero Italia zwischen Alpe Salina und Malga Schiazzera

Ein toller hochalpiner Höhentrail wäre die Verbindung von Malghera über Carette, Forcoléta, Alpe Salina zum Rifugio Schiazzera. Dann würde der "Crazy Down" Schiazzera B201 hinunter nach Tirano folgen. Das könnte dann mit der beschriebenen Traverse vom Col d'Anzana ins Val Fontana fortgesetzt werden.

Derzeit fehlt noch ein Teilstück. Momentan ist der Trail zwischen Schiazzera und Alpe Salina noch nicht durchgängig gereinigt - es fehlt ein ca. 1,5 km langes Stück zwischen dem Monte Croce Grat und Alpe Salina. Dieses Teilstück ist arg mit mannshohen Haselnussdickicht zugewuchert - komplett unfahrbar, auch zum Gehen sehr beschwerlich und mühsam. Auch der Pfad muss erst mit Bagger verbreitert werden. Danke an Tomek für den Hinweis! - siehe auch Online-Map

Die Planung dafür läuft. Ich kann es nur ausdrücklich unterstützen.




Vielleicht kann bald wieder ein neuer Trail gefeiert werden wie hier:

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Auf jeden Fall sollte das Projekt der "5 Crazy Downs" fortgesetzt und erweitert werden. Mit der Umsetzung dieser Vorschläge könnten daraus "8 Crazy Downs" entstehen.
Ein spezieller Valtellina Trailguide erscheint im Jahr 2017.


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